Donnerstag, 25. Juli 2019

Über das Feld des Kaisers


Wer steht immer über den Göttern und erst Recht über seinen Dienern, den Mönchen?
Richtig, der Kaiser.

Darum sollte unser Weg in die Höhe führen, zum Feld des Kaisers, dem Campo Imperatore, die größte und berühmteste Hochebene der Abruzzen. Aufgrund leichter Schmerzen legte Ronan heute seinen Ruhetag ein.


 Zunächst führte der Weg fast eben am Hang entlang und vorbei an schönen alten Städtchen wie Santo Stefano die Sessiano und Calascio.




  Dort dann links ab und den Berg hinauf


Zur Hälfte der Steigung passierten wir Catel del Monte, wo wir eine erste Pause einelgten.
 


 um dann die restlichen 500 hm in Angriff zu nehmen








 Schließlich erreichten alle die Passhöhe des Valico di Capo la Serra, dem östlichen Tor zum "Kaiseracker"


 Hier tritt man in eine andere Welt ein, Assoziationen kommen auf mit der Seiseralm, nur viel einsamer.
Oder doch Tibet?


 Ist das noch Schnee auf den Gipfeln? Nein das ist das weiße Gestein.






Nach der Durchquerung des Campo kletterten wir die wenigen Meter zum unbeschilderten  Valico di Monte Cecco d'Antonio

Nein das folgende ist weder eine Meditationsübung, noch Ausdruck unserer Erschöpfung, sondern einfach der Versuch ein Passfoto ohne Passschild mal anders zu gestalten.


 Die Abfahrt auf gerade für abruzzische Verhältnisse, fantastischem Asphalt war ein einziger Genuß. Ebenso der Besuch des Städtchens Santo Stefano


Die engen, gepflasterten Gassen und Treppen, wo die Hauswände viel Schatten spenden.

  


Schließlich war auch die ersehnte Eisdiele gefunden.


so dass wir uns ein leckeres Gelato gönnen konnten


Dann ging es zurück in unser Quartier


 

die alten Mönchszellen dienen als Zimmer
 
 

Der kühle Innenhof lädt zum relaxen ein

  

Der immer noch bewirtschafftete Krätergarten zum lustwandeln


und wo hat man schon so einen schönen und weitläufigen Fahrradschuppen.


 Unsere heutige Strecke





Mittwoch, 24. Juli 2019

Wechselzeit


 Standortwechsel war heute angesagt. Von Pacentro nach Barsiciano, vom weltlichen Herrn in der "Burg" Rocca Lorenizo, zum geistlichen im "Kloster" Convento San Colombo.
Dirk legte einen Ruhetag ein, da er gestern und in der Nacht Krämpfe bekam. Er fuhr mit Edith und dem Gepäck mit dem Auto bis zur Mitte der Tour, wo er auf en Rest wartete, und Edith die zweite Hälfte auf dem Rad in Angriff nahm.




Zum Start ging es erstmal 800 hm hinauf zum Passo San Leonardo, dessen Abfahrt wir ja schon am Sonntag kennengelernt haben.



 Bei erträglichen Steigungswerten und herrlichen Blicken ins Becken von Sulmona ging es zügig zur Passhöhe


Es folgte eine fast 40km lange Abfahrt dursch das Herz des Nationalparks Majella  mit grandiosen Aussichten


 wir glaubten am Horizont das Meer zu erahnen



 Die Straßenverhältnisse wurden ja schon von der Frühjahrsruppe ja schon ausführlich beschrieben. Man kann nie sicher sein, nach der nächsten Kurve nicht in eine Schlaglochpiste zu geraten, oder in so eine Baustelle. 


 Immerhin besteht die Hoffnung, dass es dann im nächsten Jahr besser ist.


 Und immer wieder maleriche Dörfer auf den Gipfeln der Hügel.


 Im Tal angekommen wartete also Dirk mit der Verpflegung. Kaia und Ronan hatten genug für heute und nutzen die Gelegenheit ins Auto steigen. Damit waren alle Plätze bekegt und zwei mussten (durften) mit dem Rad weiterfahren. Die Wahl viel diemal auf Claudia, und, natürlich Thosten.

Die zwei folgten Edith in den zweiten langen Anstieg des Tages, nochmal knapp 1000 hm.


 Es fiel auf, das die Landschaft sich gewandelt hatte. Aus dem üppigen Grün rund um Sulmona und in der Majella wurde ein eher karges Braun im Gran Sasso Massiv


 Eigentlich war es ein sehr schöner Berg, mit zahlreichen Serpentinen und Aussichten.

Da er aber deutlich steiler war als die vorherigen, die Nachmittagssonne gnadenlos drin stand und Claudia und Thorsten schon 75 km und 1200 hm in den Beinen hatten, tat er doch richtig weh.


 Nach einem Ankunftsbier, Dusche, einem guten Menü (kein Vergleich mit der Taverna de li Caldora)
ließen wir den Tag mit einer Flasche hervorragenden Montepulciano d´Abruzzo und Live-Musik ausklingen.


Die heutige Strecke



Dienstag, 23. Juli 2019

Zweimal über den Monte Godi



 Der zweite Radtag begann mit einer Autofahrt. Den Startort der heutigen Etappe hatten wir verlegt

 ins Städtchen Anversa degli Abruzzi. Ansonsten wäre die Etappe zu lang geworden.


Spektakulär ging es los, mit der Passage der  Gole del Sagittario, eine tief eingeschnittenen Schlucht am Beginn der Passtraße zum Monte Godi.




Nach ein paar weiteren Kilometern gelangten wir zum Lago del San Domenico, glasklar, tiefblau und zum Baden einlandend.

 Doch den Badestopp hoben wir uns für später auf







 Immer wieder waren links oder rechts Dörfer an den Fels geklebt


Schließlich gelangten wir zum Lago di Scanno, doch noch immer ließ das Bad auf sich warten.


Erst noch statteten wir Scanno einen kurzen Besuch ab



Doch noch immer war die Passhöhe nicht erreicht. Die Straße kletterte weiter in die Höhe, mit teils langen Geraden,

teils über Kehren, aber immer mit erträglichen Steigungen bis maximal 6%. 


 Endlich oben, jedoch schummelt das Schild ein wenig, es waren "nur" 1585m


Es folgte eine tolle Abfahrt, nur getrübt durch ein paar Schlaglochpassagen, hinunter zum Lago di Barrea
 

Wo Edith  die den Monte Godi mit dem Auto überwunden, und unten eine schöne Runde gedreht hatte, uns mit der Verpflegung empfing, Und endlich gab es auch das lang ersehnte Bad.


Anschließend beschlossen die müden Glieder, den Rückweg über den Pass mit Edith zusammen im Auto zu meistern. Allerdings gab es dort nur vier Plätze. Zwei Teilnehmer mussten also das Rad nehmen. Die Wahl war klar: der Jüngste fährt Rad, begleitet vom sorgenden Vater

Allerdings verpassten die Autofahrer nicht nur den zweiten Anstieg, sondern auch die zweite rauschende Abfahrt

Den Abschluß des Tages bildete das Essen in der "schlechten" Pizzeria, von der die Frühjahrsgruppe zu Recht abgeraten hatte.